Erfunden wurde der Triathlon um 1920 in Frankreich und führt die Namen „Les trois sports“, „La Course des Débrouillards“ und „La course des Touche à Tout“. Durchgeführt wird der Event jedes Jahr bei Joinville le Pont, in Meulan und Poissy. Als Hobby-Event verbleibt er aber in Anonymität, obwohl immer wieder Rennen bekannt werden, wie etwa Marseille (1927). Die Französische Zeitung L’Auto berichtet, dass seit 1920 jedes Jahr ein Rennen, genannt „Les Trois Sports“ stattfand, und aus einem 3km Lauf, 12km Radbewerb und der Überquerung des Flusses Marne bestand. Die 3 Disziplinen wurden hintereinander, ohne Pause absolviert. 1934 gibt es in Rochelle eine Ausgabe von „Les Trois Sports“, mit einer Kanalquerung (ca. 200m), einem 10km Radbewerb im Hafen von Rochelle und im Park Laleu und einem abschließenden 1200m Lauf im Stadion André-Barbeau. Aus dieser Zeit stammt die Lizenz für Monsieur Rene Taqué aus Perpignan, ausgestellt 1927. Dann wird es wieder still um den modernen Multisport bis er in Amerika erneut erwacht.
Zunächst eine „verrückte“ Idee von drei Soldaten auf Hawaii, die sich im Jahre 1978 nicht einigen konnten, welcher der regelmäßig auf den Inseln stattfindenden Wettkämpfe wohl am höchsten einzustufen sei: Das 3.8 km lange Schwimmen, das 180 km-Radrennen oder der Marathonlauf. So beschlossen sie, „einfach“ alles hintereinander ohne Pause durchzuführen. Der IRONMAN war geboren. Daraus entwickelte sich der heutige Leistungs- und Breitensport Triathlon mit unterschiedlichen Distanzen, vom Volks- oder Sprintwettkampf (500 m Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen) bis, immer noch, zum IRONMAN. Sportwissenschaftler haben kürzlich mit einer Studie bewiesen, daß Triathlon durch seine ausgewogene Belastung und Kräftigung des gesamten Körpers zu den gesündesten Sportarten überhaupt zu zählen ist.
(Quelle teilweise www.wikipedia.org)
Die meisten Menschen fragen sich, wieso sich ein Triathlet so quält. Ja quält er sich denn überhaupt?
Vielleicht genießt er/sie es ja auch sich kontinuierlich auf unterschiedliche Arten zu bewegen bei weniger oder mehr Belastung.
Eventuell erfreut er/sie sich an der frischen Luft und in der Natur zu sein, und dieses im Wechsel des Jahres bei allen Witterungsverhältnissen zu fühlen und zu erleben.
Möglicherweise ist es auch nur eine Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen, Freunde und Mitstreiter zu finden mit denen man die einzelnen Disziplinen zusammen ausüben kann und sich ggf.. Vielleicht braucht er/sie auch die Bewegung, die mit der Zeit zunehmender Belastung, die so genannten Endorphinen die die Glücksgefühle auslösen sollen.
Triathlon ist ein Ausdauer – Dreikampf bestehend aus den klassischen Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Die Wechsel zwischen den Sportarten werden teilweise auch als die 4. Disziplin bezeichnet.
Unterschieden werden dabei die unterschiedlichen Distanzen vom Jedermann / Sprint bis zum IRONMAN.
Bei der Jedermann / Sprint Strecke sind ca. 500m Schwimmend; 20 km per Rad und 5 km laufend zurückzulegen.
Dabei hat ein Jedermann - Triathlon ihren eigenen Breitensportcharakter und der Sprint, obwohl die Distanzen gleich sind zunehmend einen Leistungscharakter.
Die nächste Stufe ist die Kurz- bzw. Olympische Distanz mit 1-1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. In diesem Bereich finden die meisten Wettkämpfe statt.
Wichtig ist hier auch die Unterscheidung zwischen Windschatten – Fahrverbot und Windschattenfreigabe, die meist bei internationalen Wettkämpfen gilt, was aber dem eigentlichen Charakter des Triathlonsports extrem verändert.
Darauf aufbauend finden Mitteldistanz – Wettkämpfe statt mit folgenden Streckenlängen: 2 km Schwimmen; 80-90 km Rad und 20 km laufen.
Bevor man die IRONMANN – Distanz erreicht, gibt es noch eine ITU – Langstrecke, bei der im Gegensatz zu den anderen Distanzen die Schwimmdisziplin etwas aufgewertet wird und zwar mit 4 km Schwimmen, 120-130 km Rad und 30 km laufen.
Die letzte Stufe ist dann die eigentliche IRONMANN Distanz mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad und einem abschließenden Marathon (42 km). Der Traum aller ist der NON – PLUS – ULTRA – Wettkampf auf HAWAI.
Abhängig von den körperlichen Voraussetzungen, der Fitness und den Zielen die man sich setzt, findet auch das Training statt. Für Schwimmanfänger ist es zunächst wichtig die Kraul – Technik zu erlernen, da dies die Schwimmlage ist, mit der man sich am schnellsten fortbewegen kann. Häufig sieht man aber auch noch brustschwimmende Athleten besonders bei den Volksdistanzen.
Neben der Technik muss aber auch das Ausdauervermögen trainiert werden. Hier neigen die meisten Sportler zur Dauermethode. Gerade beim Schwimmen ist es aber auch wichtig unterschiedliche Trainingsanreize zu setzen, mit verschiedenen Lagen, Streckenlängen und Geschwindigkeiten.
Für Anfänger ist dabei besonders das Training in einer Gruppe unter fachkundiger Anleitung wichtig. Mit der zunehmenden Wettkampfstrecke werden die Trainingsdistanzen natürlich auch immer länger.
Zum Radfahren benötigt man ein straßentaugliches Rad (Rennrad). Für die Wettkämpfe wird natürlich ein Rennrad, das auch mit einem so genannten Aero – Lenker ausgestattet ist, bevorzugt.
Je nach Witterung lässt sich das Training aber auch mit einen Mountain-, Cross-, Spinning – Rad usw. durchführen.
Gerade beim Radfahren profitiert man sehr von einem Gruppentraining, wenn man in die Gruppe passt. (Durchschnittsgeschwindigkeit, Dauer und Entfernung) Durch den Windschatten im Pulk lässt sich viel Energie einsparen und die gelegentlichen „Ortsschilder“ – Sprints setzen noch weitere neue Trainingsreize. Dabei übernimmt man sich aber doch schnell, falls das Tempo doch recht hoch gehalten wird.
Durch das Geländeprofil findet meist automatisch eine Art Intervall – Training statt. Zu Anfang sollte man daher ggf. mit einem Pulsmesser trainieren, um die Belastung besser zu kontrollieren.