Über Erfolg und Misserfolg wird im Triathlon‑Wettkampf erst auf der abschließenden Laufstrecke entschieden. Hier sind nicht nur lockere Beine gefragt, sondern auch hohe psychische Belastbarkeit. Triathleten müssen Willenskraft und Durchhaltevermögen beweisen, denn das Laufen findet immer im Zustand relativer Ermüdung statt. Obwohl viele in technischer Hinsicht das Laufen für die einfachste Disziplin im Triathlon halten, ist sie im Hinblick auf das Stütz‑ und Bewegungssystem die härteste Disziplin. Insofern ist ein sauberer und ökonomischer Laufstil unerlässlich, um einerseits ein angemessen hohes Tempo laufen zu können und andererseits eine Überbeanspruchung von Sehnen, Bändern und Gelenken zu vermeiden.
Dies gilt für die Kurz‑, Mittel‑ und Langstrecke gleichermaßen. Im Prinzip ist für kurze Laufstrecken beim Triathlon (Sprint = 5 km, Kurzstrecke = 10 km) eine durchgängig hohe Intensität typisch. Hingegen hat man auf der Langstrecke (30 km oder 42,195 km) mehr Zeit, um eine Strategie aufzubauen und man kann nach dem Radsplit eine ‚gemütlichere’ Pace einschlagen. In jeder Distanz werden den Triathleten unterschiedliche Belastungen und damit auch unterschiedliche Vorbereitungsstrategien im Training abverlangt.
Das Lauftraining sollte möglichst vielseitig gestaltet sein: Der Trainingseffekt steigt, wenn man ein vielseitiges Streckenprofil und unterschiedliche Untergründe wählt und vor allem das Tempo variiert. Wald‑ und Wiese zwingen zu einem aktiven Laufstil und zur Vermeidung dauerhafter, einseitiger Belastungen. Laufen in profiliertem Gelände steigert Kraft und koordinative Fähigkeiten. Und Tempovariation ist das A und O eines erfolgreichen Lauftrainings, etwa in Form von Intervallen. Im Gegensatz zu einem reinen Lauftraining sollten Triathleten auch sportartspezifische Einheiten absolvieren. Zu diesen zählen etwa Koppeleinheiten, in denen das Lauftraining unmittelbar an eine Rad‑ oder Schwimmeinheit gekoppelt wird.
Triathleten leiden unter dem Problem des Zeitmangels. Im Vergleich zu ‚Spezialisten’ können sie nur relativ wenig Trainingszeit für eine Disziplin aufbringen. Gerade im Sommer stehen viele vor der Entscheidung: Schwimmen, Radfahren oder Laufen? Entsprechend ist eine effektive Trainingsplanung von zentraler Bedeutung. Dies ist nicht mit „Tempobolzerei“ und der Messung von Trainingserfolg anhand der gefühlten Intensität des Muskelkaters gleichzusetzen.
Effektiv ist Training wenn systematisch auf ein möglichst konkretes Ziel aufgebaut, unterschiedliche Aspekte der jeweiligen Disziplin trainiert werden und auf Belastungsphasen regelmäßig Phasen der Ruhe folgen.
Die meisten Triathlonwettkämpfe finden zwischen Mai und September statt. Für den Triathlon‑Club Essen bedeutet dies, dass wir im Winter (Oktober bis März) den Schwerpunkt auf lockeres Grundlagentraining im Bereich der extensiven Ausdauer und Kraftausdauer sowie auf Laufkoordination setzen.
Im Frühjahr und Sommer wird das Training auf die zu absolvierenden Wettkämpfe zugeschnitten. Der Trainingsschwerpunkt wird dann auf die Intensitätssteigerung von Ausdauer und Kraftausdauer sowie auf wettkampfspezifisches Training gelegt. Beispielsweise stehen für Kurzstreckler (5 km bis 10 km) häufiger kurze Intervalle (z.B. 20x 200m oder 6x 400m/600m) und für Langstreckler (Halbmarathon oder Marathon) längere Intervalle (6x 1000m, 3x 3000m) auf dem Programm. Im Sommer sollten Koppel‑ und Wechseltraining nicht fehlen.
Wir bieten vor allem Spaß und Motivation bei einem Lauftraining mit Konzept. Das Training mit erfahrenen Triathleten und Läufern ist eine Supermöglichkeit, sich persönlich über den Lieblingssport auszutauschen, neue Laufstrecken auszuprobieren und nebenbei Pfeilschnell zu werden.
Der Triathlon‑Club Essen versteht sich als ein Verein für Breiten‑ wie Leistungssportler. Wie beim Schwimmen und Radfahren auch wird sich beim Laufen ein/e Trainingspartner/in mit ähnlichen Ambitionen und Leistungen finden, so dass die ‚Einsamkeit des Langstreckenläufers’ der Vergangenheit angehört.