Rad am Ring ist eine jährlich stattfindende Straßenradsportveranstaltung, in der sich die Athleten bei diversen Disziplinen (vom Kids-Race über drei Jedermannrennen, zwei 24h-Rennen und einem Einzelzeitfahren) auf der Nordschleife und/oder einer 7 km-Schleife zwischen der Grand-Prix-Strecke und der Nürburg messen können. Insgesamt mehr als 7.000 Radfahrer nehmen am letzten Juli Wochenende des Jahres an der Veranstaltung teil.
Hier ist jedes Jahr ein internationales Starterfeld, so treten Athleten aus nahezu allen Europäischen Ländern an. Daneben waren auch Teilnehmer aus Ländern wie Brasilien, Südafrika, China, Australien, den USA und weitere mit ihren Teams vor Ort vertreten.
Auch 5 Starter (Petra Grünewald, Christan Preußer, Marcus Aschenbrenner, Nico Mansfeld und Jochen Benini) des TRC Essen 84 waren in zwei Disziplinen (24h-Rennrad 4er-Team und 24h Rennrad Einzelfahrer) dabei.
Die 26 km lange Strecke einer Runde, die zu absolvieren war, führte über die Grand Prix-Strecke (Sprintstrecke), Fahrerlager und die Nordschleife. Pro Runde mussten 93 Kurven und 580 Hm bewältigt werden. Die Rennstrecke verläuft mit wenigen Unterbrechungen zunächst bergab bis nach „Breidscheid”. Spitzengeschwindigkeiten bis 100 km/h sind in diesem Abschnitt keine Seltenheit. Nach knapp 12 km ist der tiefste Punkt des Rennkurses erreicht. Bei dem anschließenden 4 km langen Anstieg von „Breidscheid” bis zu „Hohen Acht” wird eine Maximalsteigung von rund 17 Prozent erreicht. Spätestens hier wird jedem klar, dass die Nordschleife auch bei Radfahrern zu Recht respektvoll „Grüne Hölle” genannt wird. Der Rest der Strecke ist ein kurviges Auf und Ab.
Um 12.45 Uhr fiel der Startschuss für das 24h Rennen auf der Nordschleife. Ab dann hieß es für die Starter vom TRC 24h Stunden Runden sammeln. Neben dem Rennkurs mussten sich die Athleten noch einer weiteren Herausforderung namens „Eifel-Wetter“ stellen. Am Tage lagen die Temperaturen bei schwülen 28°C, was den Anstieg zur hohen Acht nicht erleichterte. In der Nacht fiel das Quecksilber auf 13°C, welches neben der „Eifel-Finsternis“ eine Herausforderung bei den Abfahrten darstellt. Windböen von 40km/h erschwerten zusätzlich die die wenigen geraden Strecken. Nur in der Startrunde gab es einen kleinen Regenschauer (0,4 l/m²) der aber mehr als Genuss dankend entgegengenommen wurde.
Die schnellste Rundenzeit des Teams lag bei 57:04 Minuten. Die durchschnittliche Rundenzeit lag bei knapp 01:11 Stunde. Leider hat das Material den extremen Anforderungen nicht vollkommen standgehalten, und so musste ein Fahrer ins Supportfahrzeug steigen und wurde so ins Fahrerlager zurückgebraucht. Glücklicherweise ist dem Fahrer nichts passiert.
Aus diesem Grunde wurden auch nicht alle Runden in die Wertung genommen. Dennoch hat das 4-Team am Ende 19 Runden gefahren und so 494 km mit 11.020 Hm bewältigt. Der Einzelfahrer hat inkl. Nachtpause 10 Runden erfolgreich absolvieren können (260km mit 5.800 Hm).
Für alle Athleten des TRCs endete die Veranstaltung glücklich ohne Stürze dafür mit brennenden Muskeln und dem guten Gefühl gesund aus der Grünen Hölle zurückgekehrt zu sein.
Die nächste Möglichkeit zum Kräfte messen in der Grünen Hölle ist am letzten Wochenende im Juli 2019….wie heißt es doch so schön: „Wer vom Nürburgring-Bazillus einmal befallen ist, den lässt dieser nicht mehr so schnell los“.