Um welche Unternehmen es sich handelt, geht aus der Meldung nicht hervor. In bet sportwetten anbieter deutschland legal der Praxis bedeutet dies, dass beide Anbieter nicht mehr im saarländischen Teil des World Wide Web für „nicht erlaubnisfähiges öffentliches Glücksspiel“ werben dürfen.
17 von 18 Fußball-Bundesligisten haben einen privaten Wettanbieter als Sponsor. Selbst die letztlich durch den Beitragszahler finanzierte Sportschau in der ARD hat in Tipico einen Werbepartner aus der Branche. Mit Sportwetten verhält es sich wie mit einem Gastgeber, der einem ziemlich unangenehm ist, dessen Vermögen aber die Feier erst möglich macht. Zwischen acht und neun Milliarden Euro Umsatz macht die Sportwetten-Branche jährlich allein in Deutschland. Das ist eine ungeheure Zahl, eine Zahl, die Macht verleiht und Lobbyisten auf den Plan ruft.
Das Offensichtliche, das Suchtpotenzial von Sportwetten, wird von Akteuren aus dem Sport wie auch von der Politik kleingeredet. Schön, dass sich nun Burkhard Blienert, der Suchtbeauftragte der Bundesregierung, für einen bet sportwetten tipps Werbeverzicht für die Fußball-EM im kommenden Jahre in Deutschland starkmacht. Unschön, dass es nicht dazu kommen wird. Die Mehrheit der Bundesländer wird das aber nicht tun. Vor allem ein Argument immer wieder vorgeschoben: Wenn wir Werbung für Sportwetten verbieten, was verbieten wir als Nächstes? Zur Begründung verweist die LMS auf eine vorgebliche Zusage Schleswig-Holsteins, für eine Begrenzung der Werbung sorgen zu wollen. Denn die zurückliegenden Wochen und Monate vermitteln den gegenteiligen Eindruck: Bei Privat- und Nischen-Sendern – von N-TV bis Sport1 – läuft mehr TV-Werbung für Online-Casinos denn je. Die LMS sorgt sich insbesondere um Kinder und Jugendliche, zumal die Werbung zu allen Tageszeiten geschaltet wird. „Die LMS hat sich daher entschlossen, Schritte zu ergreifen, damit über schleswig-holsteinische Alleingänge unter der Geltung des aktuellen Glücksspielstaatsvertrages nicht das Ziel der Glücksspielsuchtbekämpfung gerade auch in Corona-Zeiten massiv gefährdet wird“, kündigt LMS-Direktorin Ruth Meyer an.
Die Bundesländer haben sich auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag verständigt, der im kommenden Jahr in Kraft treten soll und just die beanstandete Werbung für Online-Poker und -Casinos bundesweit zulässt.
Bis zum Inkrafttreten der Glücksspiel-Reform vergeht noch ein gutes Jahr. Mehrere Bundesländer plädieren dafür, Gesetzesverstöße bis auf Weiteres zu dulden – Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Baden-Württemberg sind strikt dagegen, ebenso Suchtberatungsstellen und die Bundesdrogenbeauftrage Daniela Ludwig (CSU). Update vom 19. Juni 2020: Unter den Bundesländern tobt ein Streit um die vorläufige „Duldung“ von Online-Casinos. Nach NDR-Recherchen setzen sich insbesondere Hessen und Sachsen dafür ein, Angebote ohne Lizenz bis auf Weiteres nicht juristisch zu belangen.
Hintergrund: Für das kommende Jahr ist das Inkrafttreten des neuen Glücksspiel-Staatsvertrags geplant, der den Marktzutritt und die Werbung neu regelt. Bislang ist Online-Glücksspiel in Deutschland verboten: Zwölf Anbieter berufen sich auf eine umstrittene Lizenz des Landes Schleswig-Holstein (siehe nachfolgende Einträge). Strikt gegen ein solches Moratorium haben sich Bundesländer wie Hamburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg ausgesprochen. Auf NDR-Anfrage betont zum Beispiel das Land Bremen, dass es keinen Anlass für eine vorläufige Duldung gebe, da Glücksspiel mit hoher Suchtgefahr verbunden sei. Kritik an der Aussetzung der Strafverfolgung kommt auch vom Fachverband Glücksspielsucht. Allerdings sieht das neue Regelwerk auch Werbebeschränkungen sowie Auflagen zur Suchtprävention vor, beispielsweise Einzahlungs-Limits.
Ich würde mich für so etwas nicht hergeben. Borowka war früher selbst alkohol-, medikamenten- und spielsüchtig. Inzwischen ist er therapiert und unterstützt mit seinem Verein "Uli Borowka Suchtprävention und Suchthilfe e. Die „wunderbare Casino-Welt“ von Anbietern wie Wunderino, Hyperino oder DrückGlück richtet sich nur an Glücksspieler in Schleswig-Holstein – soweit die Theorie. Update vom 24.
Juni 2020: Hamburg macht Ernst: Die Innenbehörde der Hansestadt hat nach Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung eine Strafanzeige gegen die Sportwetten-Riesen Tipico, Bwin und Bet3000 gestellt. Auf Anfrage habe die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigt, dass diese Anzeigen derzeit geprüft werden. Im Raum steht die „unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels“ – konkret: die Online-Casino-Angebote auf den Websites der drei Unternehmen, darunter Roulette, Poker, Black-Jack und Spielautomaten. Bwin ist unter anderem Partner von Borussia Dortmund und des Deutschen Fußballbunds (DFB) – Tipico ist langjähriger Sponsor des FC Bayern München: Vorstand Oliver Kahn wirbt für den Anbieter in TV-Spots. Auf NDR-Anfrage halten sowohl Bwin als auch Tipico an der Einschätzung fest, dass der bislang geltende Glücksspiel-Staatsvertrag gegen Europarecht verstoße. Dem politischen Druck haben sich offenbar bereits marktführende Zahlungsdienstleister gebeugt: Nach einem NDR-Bericht hat Kreditkartenanbieter Visa seine Partnerbanken angewiesen, dass sie keine Zahlungen für illegale Online-Casinos mehr abwickeln dürfen. Das federführende niedersächsische Innenministerium ist laut NDR mit 20 Dienstleistern im Gespräch. Update vom 20. April 2020: Dürfen Spielhallen während der Corona-Krise öffnen? Nein, hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in der vergangenen Woche entschieden.
Eine Nachfolge in dieser Form werde es nicht geben – zu eng sei das Image Kahns mit der Marke verknüpft gewesen. Auch nach seinem offiziellen Ausstieg war Kahn noch einige Monate auf Werbemitteln zu sehen. Die vollständige Trennung wurde im Sommer 2021 abgeschlossen. Wenn wir heute auf die Sportwetten Branche blicken, fällt eines auf: Tipico gehört zu den bekanntesten Namen. Der Einfluss eines Werbegesichts lässt sich nie exakt beziffern – aber Kahn hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Er hat mit seiner Rolle das Bild vom unkontrollierten Zocken durchbrochen. Stattdessen stand er für Verantwortung, Kontrolle und sportliche Kompetenz. Heute setzen viele Anbieter auf Ex-Profis oder Kommentatoren, zum Beispiel XTiP, mit Lukas Podolski als Markenbotschafter. Doch kaum einer hatte so konstant ein Gesicht wie Tipico mit Kahn. Es war eine strategische Kooperation zwischen Imagepflege und Markenaufbau. Weil Spielotheken geschlossen bleiben müssen, intensivieren Online-Casinos spürbar die TV- und Online-Werbung.
Und vielleicht war genau das der Grund, warum Tipico heute keinen direkten Nachfolger für ihn hat. Es gibt gute Vorbilder in der Nachbarschaft. Warum nicht mal die Holländer zum Vorbild nehmen! Es wäre höchste Zeit in diesem Punkt. Es geht um Sportwetten und um die Frage, ob diese beworben werden dürfen.
Seit diesem Jahr ist das dort fast vollständig verboten. Das neue Gesetz in Holland gründet auf der Gewissheit, dass Glücksspiel süchtig macht. Etliche Ärzte von Suchtkliniken kommen zu dieser Einschätzung. Vor allem viele junge Menschen stolpern demnach in die Suchtfalle. Grinsen viele aktuelle oder ehemalige Sportler wie Lothar Matthäus in Dauerschleife in die Kameras oder auf Plakate, die für das Glücksspiel im Sport werben. Besonders umtriebig: Mr Green, DrückGlück und Megapixel Entertainment, das in Deutschland unter den Marken „Wunderino“ und „Hyperino“ auftritt. Besonders aggressiv wird derzeit für Hyperino geworden: Scooter-Frontmann H.
Der Plan von Hessen und Sachsen sei „weder aus suchtpolitischer noch aus rechtsstaatlicher Perspektive nachvollziehbar“ – dadurch werde das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. Der Verband fordert Gesetzestreue von Marktteilnehmern, die sich im nächsten Jahr um die neue Lizenz bewerben wollen. Aus Sicht der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) ist die Duldung von illegalem Glücksspiel „absolut inakzeptabel“. Update vom 10. Juni 2020: „Dieses Angebot gilt nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein“ – es ist just dieses Kleingedruckte, das ein Dutzend Online-Casino-Anbieter wie Hyperino, Wunderino & Co.
dazu ermächtigt, breitflächig im Fernsehen für Glücksspiel-Portale zu werben. Mit solchen Lizenzen bildet das nördlichste Bundesland weiterhin eine Ausnahme – andere Bundesländer reagieren zunehmend gereizt auf diesen Sonderweg. Die Drähte in die Glücksspiel-Industrie sind so intensiv, dass die Heimstätte von Handballmeister THW Kiel ab 1. Juli den Namen „Wunderino-Arena“ trägt. Jetzt hat die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) zwei „marktstarken Internet-Casino-Betreibern“ die Werbung für einzelne Angebote untersagt. P.
Werbung für Süßigkeiten?, wie Oliver Kahn vom FC Bayern einmal fragte. Es ist das alte Lied: Bei geforderten Verboten, seien sie noch so sinnvoll, sieht man sich von den Betroffenen schnell dem Vorwurf des Regulierungswahns ausgesetzt. Dabei geht es ihnen vor allem um eines: den Zaster. "Beim Wetten kann ich das Wort sicher mit Sicherheit nicht nehmen. Sicher ist was anderes, aber nicht beim Wetten", erklärte Borowka.
Außerdem kritisiert Borowka Äußerungen von Kahn, in denen er das Unternehmen "Tipico" als Teil der "Spielkultur" im Fußball bezeichnete. Es werde Zeit, so Kahn, "dass auch jetzt hier in Deutschland Millionen Sportfans ihr Sportwissen auch nutzen können und Wetten platzieren können und dabei einfach Spaß haben können". Borowka sagte dazu: "Wenn Zocken in dem Sinne gerade eben zur Kultur in Deutschland gehört, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Das sind auch Aussagen, die finde ich bet sportwetten ki tipps komplett falsch. Die finde ich absolut falsch, weil ich sage: Da werden Menschen motiviert zum Zocken, auch dahin gelockt zum Zocken. Baxxter trommelt für die Website mit dem Slogan „Dein Casino ohne Schnickschnack“. Analog zu anderen Angeboten lockt Hyperino mit Freispielen. Wenngleich bundesweit geworben wird, gilt das Angebot vorgeblich „nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein“.
| Kampagnenname / Maßnahme | Ziel | Umsetzung | Kanal |
|---|---|---|---|
| "Check Dein Spiel" | Selbstreflexion der Spieler fördern | Online-Test mit Fragen zum Spielverhalten | Eigene Website, Social Media |
| Einblendung von Limits | Spieler an Setzung von Limits erinnern | Popup in der App nach Login/ vor Einzahlung | Tipico App & Webseite |
| Kooperation mit Beratungsstellen | Hilfsangebote bekannt machen | Verlinkung und Nennung von "Anonymen Spielern" | Footer aller Werbemittel, TV-Spot-Ende |
| "Time-Out" Feature Werbung | Nutzung der Sperrfunktion bewerben | Erklärvideo zum temporären Spielausstieg | E-Mail-Kommunikation, App |
Hintergrund dieser wundersamen Floskel: Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, das bis auf Weiteres Online-Glücksspiel-Genehmigungen erteilt.