Anders verhält es sich bei Spielern, die ihre Einkünfte ganz oder zu überwiegenden Teilen aus Gewinnen im Casino beziehen.
Es steht dann nämlich die Frage im Raum, ob sie ein reguläres Gewerbe ausüben und ihre Gewinne somit als ganz normal zu versteuernde Einkünfte zu betrachten sind.
Auch hier ist es ratsam, alle relevanten Belege und Nachweise sorgfältig aufzubewahren, um im Zweifelsfall gegenüber dem Finanzamt bestehen zu können. Auch bei der Investition in ausländische Aktien gibt es steuerliche Besonderheiten zu beachten. Hier wird häufig eine Quellensteuer im Ausland einbehalten, die in Deutschland teilweise oder vollständig angerechnet werden kann. In einigen Fällen ist es notwendig, eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Dies erfolgt durch die Beantragung einer Rückerstattung der ausländischen Quellensteuer.
Dividenden aus ausländischen Aktien werden ebenfalls in Deutschland versteuert, unterliegen aber zusätzlich den Regelungen des jeweiligen Landes, in dem die Aktie ausgegeben wurde. Es ist ratsam, sich über die spezifischen Steuerregelungen des betreffenden Landes zu informieren, um die steuerlichen Konsequenzen korrekt einzuschätzen. Gewinne aus Online-Casinos und Aktien können erfreulich sein, bringen jedoch auch steuerliche Pflichten mit sich. Während Gewinne aus Glücksspielen in vielen Fällen steuerfrei sind, müssen Erträge aus Aktien grundsätzlich versteuert werden. Es ist essenziell, sich frühzeitig über die jeweiligen Regelungen zu informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. In der Praxis legen die Gerichte für die Abgrenzung von Freizeitspielern zu professionellen Spielern die folgenden Kriterien an: Regelmäßigkeit der Einkünfte Wenn ein Spieler über einen längeren Zeitraum sehr regelmäßig und nachhaltig Gewinne erzielt, werten die Gerichte diesen Umstand oftmals als Indiz für das Vorliegen von gewerblichen Einkünften. In diesem Zusammenhang spielt auch die Frage nach der Gewinnerzielungsabsicht eine bedeutsame Rolle.
Weitere Einnahmequellen Weiterhin überprüfen die Gerichte, ob die Person weitere Einkünfte hat.
Diese liegt gemäß § 17 Nr. 1 RennwLottG aktuell bei 20%. Wer in Deutschland Glücksspiele betreiben will, braucht dafür eine staatliche Erlaubnis. Damit ein Online Casino seine Dienstleistungen für Spieler aus Deutschland legal anbieten darf, muss es über eine gültige Lizenz verfügen. Entsprechend sind nur solche Gewinne als rechtmäßig anzusehen, die bei einem lizenzierten Anbieter erzielt wurden.
Deutsche Lizenzen In Deutschland hat der Staat das Glücksspielmonopol inne und er erhebt Glücksspielsteuern. Aktuell gibt cas online casino deutschland lizenziert es kein Bundesland, das Online Casinos lizenziert. Trotzdem ist das Spielen in Online Casinos legal. Die seriösen Anbieter besitzen durchgängig EU-Lizenzen, die auch für Deutschland gültig sind. EU-Lizenzen Die EU-Dienstleistungsfreiheit gilt als einer der vier Grundpfeiler des europäischen Binnenmarktes. Ist das der Fall, spricht zunächst einiges dafür, dass die Person nicht als professioneller Spieler zu betrachten ist.
Übersteigen die Glücksspielgewinne die sonstigen Einkünfte allerdings um ein Vielfaches, ist die Einstufung als Berufsspieler kaum zu widerlegen. Ein weiteres Kriterium ist, ob neben regelmäßigen Gewinnen auch regelmäßige Verluste anfallen.
Ob es nun um das gelegentliche Spielen von Slots oder um regelmäßige Aktiengeschäfte geht – wer sich seiner steuerlichen Pflichten bewusst ist und diese gewissenhaft erfüllt, kann sich entspannt zurücklehnen und die Gewinne genießen. Immer mehr Menschen entdecken das Glücksspiel in Online Casinos für sich, die Spielerzahlen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Spätestens wenn ein hoher Geldgewinn erzielt wird, stellt sich die Frage, ob auf Gewinne im Casino Steuern anfallen. Sind sie immer steuerfrei oder handelt es sich dabei um ein reguläres Einkommen, auf das Steuern zu zahlen sind? Macht es einen Unterschied, ob man nur einmal oder regelmäßig im Casino abkassiert?
Diese und weitere Fragen rund um die steuerliche Behandlung von Glücksspielgewinnen in Deutschland beantwortet der folgende Beitrag. Werfen wir zunächst einen Blick auf die rechtlichen Grundlagen: Welche Einnahmen der deutsche Gesetzesgeber als zu versteuerndes Einkommen betrachtet, ist im Einkommensteuergesetz geregelt. Im Zusammenhang mit Glücksspiel im Allgemeinen und Online Casinos im Besonderen spielt weiterhin das Vorhandensein einer gültigen Glücksspiellizenz eine bedeutsame Rolle. Mehr Infos zu den wichtigen Themen rund um die Casinolizenzen und seriösen Online Casinos gibt es auf Einkommensteuergesetz (EStG) Für Privatleute ist das Einkommensteuergesetz einschlägig. Spiel-, Sport-, Wett- und Lotteriegewinne lassen sich nicht unter eine der sieben in §2 Nr. Wenn dem so ist, spricht einiges dafür, die Person als professionellen Spieler einzustufen.
1 EStG definierten steuerpflichtigen Einkunftsarten subsummieren. Von daher kann grundsätzlich festgehalten werden, dass Gewinne, die Spieler im Online Casino erzielen, nicht als Einkommen besteuert werden. Die Höhe des Gewinns spielt dabei ähnlich wie beim Lotto keine Rolle. Umsatzsteuergesetz (UStG) / Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) Für die Anbieter von Glücksspielen ist in § 4 Nr. 9.
b) (UStG) geregelt, dass ihre Umsätze steuerfrei sind, sofern diese unter das Rennwett- und Lotteriegesetz fallen. Dies trifft auf die Online Casinos zu. Insofern gibt es grundsätzlich keine Abgaben, die an die Gewinner durchgereicht werden könnten. Einkommensteuergesetz (EStG) Für Privatleute ist das Einkommensteuergesetz einschlägig. Dessen ungeachtet müssen die Veranstalter von Glücksspielen die Lotteriesteuer abführen. Schließlich trägt er ein wirtschaftliches Risiko, das mit anderen herkömmlichen Gewerbetätigkeiten vergleichbar ist. Wer nach den oben aufgeführten Kriterien mit dem Glücksspiel einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht und somit als Berufsspieler eingestuft wird, muss selbstverständlich Einkommenssteuer auf die erzielten Gewinne entrichten.
Keine Pflicht, Gewinn in der Steuererklärung anzugeben Wegen der Steuerbefreiung sind Privatpersonen nicht verpflichtet, gegenüber dem Finanzamt Gewinne in der Steuererklärung anzugeben, die sie im Online Casino erzielt haben. Es besteht keine Pflicht, seine Gewinne aus Glücksspielen oder Lotto zu dokumentieren. Es hat sich aber in der Praxis bewährt, sämtliche Nachweise über die Auszahlung von Glücksspielgewinnen aufzubewahren. So ist sichergestellt, dass man auf Nachfrage gegenüber dem Fiskus die Herkunft der Einkünfte zweifelsfrei nachweisen kann. Für die steuerlichen Behandlung von Gewinnen in Online Casinos spielt weiterhin die Frage eine Rolle, ob die Gewinne aus einem reinen Glücksspiel resultieren oder aber aus einem Spiel, das auch eine Geschicklichkeitskomponente aufweist.
Überblick Glücksspiel Beim reinen Glücksspiel basieren sämtliche Gewinne ausschließlich auf dem Spielglück. Das eigene Geschick und Können haben keinen Einfluss auf die Gewinnchancen. Beispiele für Glücksspiele Unter diese Kategorie fallen die meisten Casinospiele wie Roulette, Blackjack, Poker sowie die Spielautomaten. Wer hier gewinnt, muss keine Einkommensteuer abführen. Überblick Geschicklichkeitsspiel Bei Geschicklichkeitsspielen liegt das Spielglück überwiegend oder ganz in den Händen des Spielers. Dabei sollte man die folgenden Punkte im Blick haben: Frühere Gewinne Das gilt auch für Gewinne, die zeitlich weiter zurückliegen. Für das Finanzamt ist hier der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem erstmalig der gewerbliche Charakter der Spieltätigkeit überwogen hat.
| Spiel | Ereignis / Gewinnklasse | Wahrscheinlichkeit (ca.) | Auswirkung auf Erwartungswert |
|---|---|---|---|
| Deutsches Roulette | Gewinn auf eine einzelne Zahl (Plein) | 1:37 (2,70%) | Hausvorteil 2,70% |
| Klassischer Spielautomat (3 Walzen) | Jackpot-Symbolkombination | 1:262.144 | Definiert den progressiven Jackpot |
| Blackjack | Blackjack (Ass + Bild/Karte mit Wert 10) erhalten | 4,83% | Wird meist mit 3:2 ausgezahlt |
| Deutsche Lotto 6aus49 | 6 Richtige mit Superzahl | 1:139.838.160 | Höchste Gewinnklasse |
Freibetrag Die Abgabe wir fällig, sobald das gesamte Einkommen den Grundreibetrag von 9.168 Euro überschreitet.
Sie besagt, dass Unternehmen ihre Dienstleistungen nicht nur in ihrem Heimatland, sondern EU-weit anbieten dürfen. Entsprechend gelten die wichtigsten EU-Glücksspiellizenzen aus Malta oder Gibraltar auch für den deutschen Markt. Jegliche Gewinne, die Kunden aus Deutschland in einem ordnungsgemäß lizenzierten Online Casino erzielen, sind somit als rechtmäßig zu betrachten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gelder mit dem Bonus Guthaben oder regulären Einzahlungen erspielt wurden. Gewinne, die bei einem Casino außerhalb der EU erzielt werden, müssen deklariert werden, sobald sie höher als 10.000 Euro sind.
Grundsätzlich fallen auch hier keine Steuern an. Bei Anbietern, die keine EU-Glücksspiellizenz aufweisen, besteht jedoch die Gefahr, dass die Gewinne beschlagnahmt werden. Von daher empfiehlt es sich dringend, sein Glück nur bei Anbietern zu versuchen, die eine gültige Lizenz vorweisen können. Wer im Online Casino Geld gewinnt, hat Anspruch auf die sofortige und vollständige Auszahlung des Gewinnbetrages. Auf die folgenden Punkte ist dabei zu achten: Keine Überweisungs- und Wechselgebühren Sofern der Gewinn in Euro erzielt wurde, darf der Anbieter weder Überweisungs- noch Wechselgebühren erheben. Verluste gegenrechnen Im Gegenzug kann ein Berufsspieler, wie jeder andere Gewerbetätige, etwaige Verluste steuerlich geltend machen.
Er kann das Spielgeschehen direkt beeinflussen und eigenständige Entscheidungen treffen, die sich im besten Falle günstig auf das Resultat auswirken. Beispiele für Geschicklichkeitsspiele Ein gutes Beispiel für ein Geschicklichkeitsspiel ist das Schach. Wer bei einem Schachturnier einen Geldpreis gewinnt, kann sich schwerlich darauf berufen, diesen überwiegend aufgrund von Spielglück errungen zu haben. Dasselbe gilt für Gewinne aus TV Game Shows, die regelmäßig als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3.
Die bisherigen Ausführungen haben sich auf Privatleute bezogen, die einen einmaligen Gewinn erzielt haben oder in größeren zeitlichen Abständen Glück im Casino hatten. Zudem wurde unterstellt, dass weitere regelmäßige Einkünfte z.B. aus nichtselbständiger Arbeit im Sinne von § 2 Nr. 1 1. In solchen Fällen kann die Steuerfreiheit der Glücksspielgewinne unproblematisch bejaht werden. Die nachfolgende Übersicht gibt Auskunft über die anfallende Einkommenssteuer bei Gewinnen in unterschiedlicher Höhe Einen Sonderfall mit Blick auf die Besteuerung von Glücksspielgewinnen stellen die Sportwetten dar.