Datum: 13. Juni 2026 | Distanz: Mitteldistanz (1,9 km / 87 km / 21,1 km) Gesamtzeit: 4:52:51 | Platzierung: Platz 6 AK30 / Platz 40 Gesamt
Ein Schloss wie aus dem Märchen, die erste Mitteldistanz der Karriere und ein anschließender Roadtrip durch Sachsen und Polen vor der Brust – das war der Plan für den Schlosstriathlon in Moritzburg. Dass es am Ende ein echtes Willensrennen mit extrem wechselhaftem Wetter werden würde, hat dem Debüt nur noch mehr Charakter verliehen. Am Ende steht fest: Ziel von unter 5 Stunden erreicht!
1. Die Vorbereitung & Das Setup
Die Entscheidung für Moritzburg fiel vor allem wegen der grandiosen Kulisse und der perfekten Lage, um das Rennen direkt mit einem Urlaub zu verbinden.
Am Morgen des Wettkampfs sah zunächst alles nach bestem Triathlon-Wetter aus. Beim Einrichten der Wechselzone kam die Sonne kräftig durch – also hieß es: großzügig Sonnencreme auftragen. Spoiler: Das Wetter hatte an diesem Tag noch ganz andere Pläne.
2. Das Rennen Disziplin für Disziplin
🏊 Schwimmen: 32:35 min (AK Platz 3)

Der Start im Schlossteich verlief absolut nach Plan. Ich fand schnell einen guten Rhythmus im Wasser, konnte mich aus den größten Rangeleien heraushalten und die Orientierung passte. Mit einer starken Zeit von 32:35 min ging es als dritter meiner Altersklasse an Land.
Wechsel 1 (T1): 3:09 min (AK Platz 8) – Ein solider Wechsel, auch wenn der Fokus erst einmal darauf lag, den Puls für das Radfahren zu kontrollieren.
🚴 Radfahren: 2:28:22 h (AK Platz 5)
Auf dem Rad zeigte Moritzburg dann seine ungemütliche Seite. Die erste von drei Runden entwickelte sich zu einer regelrechten Wasserschlacht. Es war zeitweise so nass, dass die Sicht gegen null ging und ich gezwungen war, die Brille abzusetzen, um überhaupt noch den Asphalt vor mir zu erkennen.
Trotz der rutschigen Bedingungen und des Blindflugs konnte ich auf der zweiten Runde wieder Druck auf die Pedale bringen. Mit einem Schnitt von weit über 36 km/h und einer Endzeit von 2:28:22 h konnte ich mich stark in den Top 5 der AK halten.

Wechsel 2 (T2): 2:24 min (AK Platz 3) – Blitzschneller Wechsel, die Laufschuhe waren heiß begehrt.
🏃 Laufen: 1:46:21 h (AK Platz 6)

Der abschließende Halbmarathon verlangte mental und physisch noch einmal alles ab. Durch den heftigen Regen waren die ohnehin schon anspruchsvollen, unbefestigten Wege rund um das Schloss extrem aufgespült und rutschig. An ein konstantes, stures Pacing war nicht zu denken.
Es war ein ständiges Anpassen: Rhythmus aufnehmen, Tempo rausnehmen an den rutschigen Passagen, Grip suchen, Kurven vorsichtig anlaufen und auf den festeren Abschnitten wieder beschleunigen. Nach 1:46:21 h und harten 21 Kilometern kam der erlösende Zielkanal in Sicht.
3. Fazit: Mission „Sub 5“ geglückt!
Gesamtzeit: 4:52:51 Stunden
Platzierung: Platz 6 in der stark besetzten AK 30 / Platz 40 im Gesamtklassement
Für die erste Mitteldistanz direkt unter der magischen 5-Stunden-Marke zu bleiben, macht mich unglaublich stolz – erst recht bei diesen „belgischen“ Wetterverhältnissen auf dem Rad und der Cross-Strecke beim Laufen. Moritzburg hat geliefert: ein wunderschönes Panorama, ein perfekt organisiertes Event und ein hart erkämpftes Finish, das den anschließenden Urlaub in Polen und Sachsen nur noch besser gemacht hat!




