An den beiden vergangenen Sonntagen fanden die beiden großen Triathlon Langdistanzen in Deutschland und Österreich hat. Die IRONMAN Europameisterschaften in Frankfurt am 30.06. und der IRONMAN Austria in Klagenfurt am Wörthersee am 07.07.2019. Neben 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen galt es in Frankfurt die Hitze mit Temperaturen über 36 Grad zu bewältigen. In Klagenfurt hatten die Athleten da schon mehr Glück. Hier waren Temperaturen um rund 25 Grad sowie eine hohe Unwettergefahr am Wettkampftag zu managen.
IRONMAN Germany in Frankfurt
In Frankfurt gingen die drei TRC-Athleten Svenja Bock, Isabelle Hüsken und Matt Krahl an den Start. Aufgrund der hohen Temperaturen gab es das zu erwartende Neoprenverbot für den Langener Waldsee. Der Veranstalter hatte ebenfalls im Vorfeld Eis, Schwämme, Wasser und Salz nachbestellt, um für Abkühlung und den Elektrolythaushalt der Athleten zu sorgen und die Laufstrecke leicht verändert, um etwas mehr Schatten zu bieten. Nach der Abkühlung beim Schwimmen stiegen die Temperaturen auf der Radstrecke schnell an, sodass schon auf der ersten von zwei Runden auf ausreichende Kühlung und Trinkmenge geachtet werden musste. „In der zweiten Radrunde fühlte sich der Fahrtwind dann nur noch wie ein heißer Fön vor dem Gesicht an.“ so der Bericht unserer TRC-Athleten nach dem Rennen.
Svenja Bock hatte insbesondere während des Marathons mit Übelkeit zu kämpfen und finisht in 13:37:07h. Dabei belegt Sie den 27. Platz ihrer Altersklasse und den 147. Platz im Gesamtfeld der Frauen. Matt Krahl lief trotz der Hitze mit 3:32:53h die 91.-schnellste Laufzeit des Tages von 2063 Finishern und überquerte nach 10:59:04h die Ziellinie am Römerberg. Damit sicherte er sich den 68. Platz seiner AK sowie den 344. Platz im Gesamtfeld der Männer. Isabelle Hüsken absolvierte in Frankfurt ihr wirklich eindrucksvolles Langdistanz Debüt wurde in 11:06:58h Vize-Europameisterin in ihrer Altersklasse und belegte den starken 19. Platz im Gesamtfeld der Frauen. Sie verpasste damit das Ticket für die IRONMAN Weltmeisterschaften auf Hawaii nur knapp. Nur die Erstplatzierte ihrer Altersklasse qualifizierte sich und ergatterte eins der begehrten Tickets zur WM nach Kailua-Kona auf Hawaii.
IRONMAN Austria in Klagenfurt




In Klagenfurt am Wörthersee mit dabei waren die TRC-Athleten Stefanie Schillings, Katarina und Jan Seewald, Markus Kriege, Najib Nassar und Stephan Berg. War es noch an dem Tag vor dem Rennen sehr heiß, kühlte es sich in der Nacht zum Sonntag merklich ab. Der Wörthersee war jedoch noch so warm, dass es auch hier ein sogenanntes Neoprenverbot (No Wetsuit Swim) gab und somit nur in einem Triathlonschwimmanzug geschwommen werden dürfte. Am Nachmittag während des Wettkampfes sollte es sich durch ein starkes Gewitter noch weiter abkühlen und das Rennen stand wegen Blitzschlaggefahr und Starkregen kurz vor dem Abbruch.
Gegen diese schwierigen wechselnden Bedingungen sowie die Elemente und vor allem gegen sich selbst mussten die Essener-Triathleten alleine kämpfen. Als schnellster im Ziel erreichte Jan Seewald nach starken 09:08:34h die Finishline am Wörthersee auf dem 24. Platz im Gesamtfeld sowie dem 4. Platz in der Altersklasse. Damit qualifizierte sich Jan Seewald nach 2017 bereits zum zweiten Mal direkt für die IRONMAN Weltmeisterschaft in Kailua-Kona auf Hawaii am 12. Oktober 2019. Dies war jedoch ein harter Kampf, denn er verlor bei km70 auf dem Rad durch eine Bodenwelle fast seine ganze eigene Verpflegung und musste anschließend Verpflegung vom Veranstalter annehmen. Auch Markus Kriege erreichte eine Top-Platzierung und lag mit einer Endzeit von 09:35:51h auf dem 73. Platz im Gesamtfeld und ebenfalls dem 4. Platz in seiner AK. Auch er wäre erneut für Hawaii qualifiziert, kann jedoch aus beruflichen Gründen den Quali-Platz nicht annehmen. Es wäre sein 7. Start auf Hawaii geworden. Auch Najib Nassar und Katarina Seewald machte ein tolles Rennen. Katarina gab Ihr Debüt über die Langdistanz und erreichte in 10:35:23h einen phänomenalen 24. Platz bei den Frauen und wurde 5. in Ihrer AK. Najib erreichte nach einem Sturz auf dem Rad etwas lädiert aber bei guter Gesundheit das Ziel in 10:56:27h. Dabei liefen Katarina und Najib zusammen über die Ziellinie. Najib war beim Wellenstart früher gestartet, hatte Katarina eingeholt und Sie auf den letzten Kilometern motiviert und gezogen. Ein toller Zusammenhalt im Verein und unter Freunden.
Stefanie Schillings und Stephan Berg, welcher ebenfalls sein Debüt auf der Langstrecke gab, hatten beide mit körperlichen Problemen bei der Nahrungsaufnahme einen schwarzen Tag erwischt. Sie mussten kämpfen und finishten mit einer immer noch beachtlichen Leistung in knapp über 12h.
Damit erreichte der TRC Essen 84 in der Vereinswertung (TriClub Ranking) beim IRONMAN Austria den 2. Platz unter allen teilnehmenden Verein. Eine wirklich beeindruckende Leistung welche bestätigt, dass der TRC Essen auch international einer der stärksten Triathlonvereine ist.
Der Mythos Hawaii geht somit für den TRC Essen weiter. Als ein besonderes Highlight darf sich neben Jan auch seine Frau Katarina Seewald freuen, den Sie haben erst im Oktober 2018 geheiratet und werden nun gemeinsam ihren ersten Hochzeitstag am 12. Oktober 2019 auf Hawaii mit einem hoffentlich erfolgreich Zieleinlauf feiern dürfen.