Smaxwill pulverisiert Bestzeit in Hamburg

Smaxwill pulverisiert Bestzeit in Hamburg

Nur knapp an der Traumgrenze vorbei

Die erste große Langdistanz auf deutschem Boden fand am ersten Juniwochenende in Hamburg statt. TRC Essen 84 war in Form von Andreas Smaxwill vertreten, der ein erstes echtes Highlight in Individual-Rennen setzte. Auf der Ironmandistanz setzte er eine beeindruckende neue Bestzeit und konnte so sicher verschmerzen, dass es für die Traumzeit ganz knapp nicht reichte.

Am frühen Morgen ging es mit gebotenem Respekt in die frische Alster, aber auch die Außentemperaturen luden nicht unbedingt zum Sonnenbaden ein. Entsprechend zügig brachte Smaxwill die erste Disziplin zu Ende, 1.11 h deuteten an, dass heute „richtig was gehen kann“. Danach ging es auf die Paradestrecke, die knapp 180 flachen Radkilometer waren ihm auf den Leib geschneidert, Aeroposition und Drücken war jetzt die Devise. Mit einem Schnitt von über 37 km/h stellte er sein Rad nach 4.46 h wieder in der Wechselzone ab und begab sich auf den abschließenden Marathon.

Angesichts dessen, was möglich war, startete er beherzt ins Rennen und lief auf der ersten Runde einen Schnitt von knapp über 5 min. Diesem Tempo musste er leicht Tribut zollen, nahm taktisch klug raus und pendelte sich bei etwa 5.30 min/km ein. Im Ziel war dies eine forsche Zeit von 3.49 h, was in der Endabrechnung 10.02 h ergab. Diese wäre möglich gewesen, allerdings ist Hamburg für die weltweit wohl längste Wechselzone bekannt, sind die Athleten beispielsweise in Roth bei den beiden Wechseln insgesamt keine fünf Minuten beschäftigt, sind es in Hamburg locker eine Viertelstunde und mehr.

Nichtsdestotrotz ein großartiger Tag für den TRC-Athleten, zu dem wir ganz herzlich gratulieren und eine gute Regeneration wünschen.

Pierre Zang